Astrologie

Du hast noch keine richtige Idee, was Astrologie überhaupt ist? Hier findest Du die kleine Geschichte der Astrologie. Wenn Du wissen möchtest, was Du mit Astrologie anfangen kannst, was ein Horoskop aussagen kann, lies bitte auf meiner Astrologie Seite nach!

 

Muss man an Astrologie glauben?

Die Astrologie darf auf eine sehr wechselhafte Geschichte zurück blicken. Im Moment scheint eine Phase der Astrologie angebrochen, in der sich viele Menschen wieder dafür interessieren, die Meinungen aber geteilt sind. Während die einen astrologische Analyse- und Prognosemethoden für sich nutzen, sagen die anderen, sie würden nicht „daran glauben“. Dabei braucht es sicher keinen Glauben, um Astrologie nutzen zu können. Oder muss man an Psychologie „glauben“, um mit ihrer Hilfe Probleme zu analysieren? Oder an die Psychotherapie? Muss man an Kommunikationswissenschaften „glauben“, um mit ihrem Input zu analysieren? Oder an seinen Zahnarzt? Genau.

Kleine Geschichte der Astrologie

Die Astrologie gibt es schon wesentlich länger als die oben genannten Wissenschaften und Methoden zur Selbsterkenntnis. Allerdings darf sie sich nicht als Wissenschaft bezeichnen, besser gesagt, wir Astrologen dürfen sie nicht als Wissenschaft bezeichnen. Das tut den Möglichkeiten der Astrologie aber keinen Abbruch. Im Gegensatz zur Psychologie oder im Vergleich zu vielen anderen Wissenschaften gibt es die Astrologie schon ewig lange. Genau genommen seit über 4.000 Jahren! Die ersten Hinweise auf astrologische Berechnungen stammen aus Mesopotamien um 2.500 v.Chr., die erste Ephemeride, also Tabelle, in der die Planetenstände verzeichnet sind, stammt aus dem Jahr 1970 v.Chr. Damals begann man auch mit astrologischen Prognosen.

Die Astrologie, wie wir sie heute kennen, basiert auf der griechischen Kultur, in der die Lehre der vier Elemente entwickelt wurde und das alte Wissen der Mesopotamier weiter entwickelt werden konnte. Zwischen 700 und 400 vor Christus wurden so die Grundlagen für die westliche Astrologie gelegt. Die führenden Astrologen dieser Zeit waren immer auch Astronomen – ein Ansporn an die Astrologiekolleg*innen! Ab und an ist es gut, nach oben zu blicken und zu verstehen, womit unser Wissen in Verbindung steht.

Die Individualastrologie, die sich ganz dem Schicksal des einzelnen Menschen widmet, geht auf das Römische Reich zurück. Dort boomte die Astrologie und war von den gut situierten Bürgern hoch geschätzt. Mit dem Aufkommen des Christentums ging jedoch der Einfluss der Astrologie zurück. Während also in Europa die Astrologie an Bedeutung verlor, gewann sie im aufstrebenden Arabischen Reich zunehmend daran. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass große Teile des antiken Wissens erhalten blieben.

Astrologie, Medizin und Psychologie

In Europa kam es erst gegen Ende des Mittelalters von Spanien ausgehend zu einer Renaissance der Astrologie. In dieser Zeit arbeiteten Astronomen und Astrologen noch immer Hand in Hand und die meisten Menschen, die sich damit befassten, studierten beides. So war zum Beispiel Johannes Kepler nicht nur Astronom und Naturwissenschafter, sondern praktizierte auch Astrologie. Auch frühere Gelehrte aus anderen Bereichen beriefen sich auf die Astrologie. Paracelsus beispielsweise, der Wegbereiter der modernen Medizin, schrieb: „Wer will denn ein Arzt sein, der den äußeren Himmel nicht kennt? Aus dem äußeren Himmel muss der Arzt den inneren einsehen, um daraus für seinen Kranken zu bilden das innere Firmament (die Arznei).“ Doch trotz dieses Zuspruchs berühmter Gelehrter begann der Niedergang der Astrologie mit der Haltung der Menschen, alles physikalisch erklären zu können, eine Haltung, die bis in die Neuzeit anhielt. Die Astrologie wurde von den Universitäten verbannt, ein letzter Versuch, sie dort wieder einzuführen, schlug fehl (1817 durch den Mathematiker und Astronomen Johann Wilhelm Pfaff).

Erst seit dem 19. Jahrhundert geht es mit der Astrologie wieder bergauf. Eine Methode, die über 4000 Jahre alt ist, wird wieder hochgeschätzt. Führende Vertreter der Psychologie wie Carl Gustav Jung griffen auf die Astrologie zurück. In den vergangenen zwei Jahrzehnten durfte die Astrologie weitere Entwicklungsschritte erleben, neben einer ausführlichen Prognostik wird nun zunehmend im Sinne des Coachings mit den Klient*innen gearbeitet. Astrologische Betrachtungen als Krisenunterstützung sind üblich geworden, genauso, wie der Einsatz der Astrologie zur Berechnung eines günstigen Zeitpunktes (Firmengründung) eine neue Hochblüte erleben darf.